Das Saatgut wird geliefert

Die Einwaage

Der Karton ist die einzige Verpackung. Es gibt keinen Kunststoffbeutel und keine weitere Papierverpackung, die das Saatgut schützt. Wenn der Karton feucht wird, war es das. Außerdem sind die Schachteln rundherum nicht komplett dicht. An den Kanten und Falzen rieselt das feine Saatgut heraus und kommt mir aus dem Versandkarton entgegen. Die Vermeidung von Verpackungsmüll ist zwar löblich, aber hier wäre Beutel-in-Beutel besser gewesen.

Natürlich prüfen wir, ob die Inhaltsangabe auch stimmt.

Die Einwaage ergibt:

Insektentreff: 108 g - Okay, 8% mehr. Man dankt.
Schmetterlingstreff: 97g - Ups, da fehlt aber etwas.
Bienen- und Hummelmagnet: 114g - Holla, 14% mehr als angegeben. Vielen Dank!

Man wundert sich schon, dass die automatische Abfüllung so ungenau ist. Das sollte eigentlich heutzutage nicht mehr passieren. Natürlich sind die Werte nicht statistisch abgesichert, aber sie ergeben doch ein merkwürdigen Bild.

Einwage Insektentreff
1. Insektentreff Einwaage
Einwaage Schmetterlingstreff
2. Schmetterlingstreff Einwaage
Bienenmagnet Einwaage
3. Einwaage Bienen- und Hummelmagnet

Noch eigenartiger ist, dass auf er Verpackung die Mengen der Einzelkomponenten nicht angegeben sind. Es sind lediglich die Einzelsorten angegeben. Bestimmt gibt es im Kleingedruckten des Handelsrechts einen Paragraphen, der das erlaubt.

 

Die Bonitur

Wir verteilen den Inhalt der Mischung ‚Insektentreff‘ und sortieren nach den einzelnen Sorten, um die Samen zu zählen. Mal sehen, wie viel von den einzelnen Sorten drin ist. Bei einem TKG (Tausend-Korn-Gewicht) von 0,9 bis 1,8 Gramm dürfte einiges zusammenkommen. Bei hundert Gramm sind das also 90.000 bis 180.000 Samen. *schluck*

Saatbonitur InsektentreffAuf einem DIN-A4-Blatt sieht das so aus.

Och nö, bis ich damit durch bin, ist es Herbst. Lassen wir das einfach mal bleiben.

Auf einen Blick kann man aber schon erkennen, dass das Gemisch sehr heterogen ist. Die Ringelblume scheint dominant zu sein, was aber nur daran liegt, dass der Samen eine sehr auffällige Form hat und recht groß ist.

 

 

Die Teelöffelprobe

Erstmal im Karton herum rühren und einen Teelöffel auf dem weißen DIN-A4-Blatt verteilen.

Auch hier fällt direkt die Ringelblume auf. Aber es gibt auch noch größeres Saatgut: die Kapuzinerkresse. Außerdem viele andere Sorten. Ohne es jetzt genau auszuzählen kann man direkt erkennen, dass es sich definitiv um unterschiedliche Mischungen handelt.

Soweit also okay.

Diese (völlig unwissenschaftliche und überflüssige) Probe funktioniert übrigens auch mit einem Kaffeelöffel.
Teelöffelprobe Insektentreff
5. Insektentreff Teelöffelprobe
Schnmetterlingstreffpunt Teelöffelprobe
6. Teelöffelprobe Schmetterlingstreffpunkt
Bienen- und Hummelmagnet Teelöffelprobe
7. Teelöffelprobe Bienen- und Hummelmagnet

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.